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epistemologie

Epistemologie

Die Epistemologe, oder auch Erkenntnistheorie, befasst sich auf einer Metaebene mit der Wissenschaft. Sie diskutiert Ziele eben jener, klärt Begriffe, beschreibt verwendete Methoden und stellt Erkenntnistheorien dar.

Ursprünglich aus der Philosophie stammend, hat sich die Politikwissenschaft immer mehr sozialwissenschaftliche Methoden angeeignet. Deswegen spricht man auch von den zwei „epistemlogischen Herzen“ der Politikwissenschaft. Diese Differenzierung schlägt sich in der Unterscheidung zwischen nomothetischer und idiographischer Forschung nieder.

Es lassen sich drei erkenntnistheoretische Grundpositionen in der Politikwissenschaft unterscheiden: die empirisch-analytische, die normativ-ontologische und die kritisch-dialektische Richtung.

Empirisch-Analytische Ausrichtung

Das Vorbild der empirisch-analytischen Ausrichtung in der Politikwissenschaft ist die Naturwissenschaft. Einen positivistischen Ansatz verfolgend wird Forschung mit dem Ziel betrieben, allgemeine Gesetzmäßigkeiten zu identifizieren.

Normativ-ontologische-Ausrichtung

Die normativ-ontologische Strömung der Politikwissenschaft befasst sich vor allem mit der Bestimmung einer „guten“ Politik, ist also normativ. Als Subdisziplinen sind hier die Politiktheorie und -philosophie zu nennen.

Kritisch-dialektische Ausrichtung

Kritik am Bestehenden übt die kritisch-dialektische Ausrichtung, die Gesellschaft als historischen Prozess sieht.

epistemologie.txt · Zuletzt geändert: 2020/07/28 15:09 von eric