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grundgesamtheit

Grundgesamtheit

Die Grundgesamtheit (engl. population) beschreibt die Gesamtheit aller Objekte, über die im Rahmen einer Untersuchung eine Aussage getroffen werden soll. Weiterhin wird unterschieden zwischen der intendierten Grundgesamtheit, die alle Objekte einschließt, über die eine Aussage getroffen werden soll, sowie die Auswahlgesamtheit, die den kleineren Kreis der Objekte beschreibt, die potentiell die Möglichkeit haben, ein Teil einer Stichprobe zu werden. Die Auswahlgesamtheit wird auch als Erhebungsgesamtheit, survey population oder frame population bezeichnet (vgl. Behnke 2010, 145).

Die Gesamtheit aller betrachteten Objekte wird als Grundgesamtheit bezeichnet.

Undercoverage und Overcoverage

Bei der Durchführung einer Vollerhebung deckt sich die intendierte Grundgesamtheit mit der Auswahlgesamtheit. Fehlen Objekte der eigentlich intendierten Grundgesamtheit in der Auswahlgesamtheit, spricht man von einer Undercoverage, also von einer unvollständigen Abdeckung. Sind dagegen Objekte der Auswahlgesamtheit gar nicht Teil der intendierten Grundgesamtheit, spricht man von einer Overcoverage, also eine Übererfassung, die Objekte umfasst, die nicht untersucht werden sollen. Beide Phänomene können zugleich auftreten.

Eine Overcoverage lässt sich mittels Screening kontrollieren. Durch eine Befragung der in der Stichprobe enthaltenen Personen wird dabei eine Overcoverage verhindert. Eine vergleichbare Möglichkeit zur Verhinderung einer Undercoverage gibt es nicht. (vgl. Behnke 2010, 146)

grundgesamtheit.txt · Zuletzt geändert: 2020/01/06 22:35 (Externe Bearbeitung)